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Bildquelle: gettyimages | E+ | Stígur Már Karlsson/Heimsmyndir
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Krankenhäuser 2024: „Der Strukturwandel wird ein Marathon“

Zu viele Krankenhausbetten, zu wenig ambulante Angebote sowie fehlende Planungssicherheit prägen die Lage im stationären Sektor. All die Entwicklungen verbunden mit finanziellen und personellen Engpässen verschärfen weiter den dringenden Bedarf an einer Weiterentwicklung der Kliniklandschaft. „Noch nie waren so viele Krankenhäuser von Insolvenzen bedroht“, fasst Sandro von Korff, Leiter des Bereichs Firmenkunden bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) die prekäre Situation zusammen. Der Branchenüberblick der apoBank „Krankenhäuser 2024“ liefert die jüngsten Zahlen, Daten und Fakten zur Marktstruktur, der ökonomischen Bedeutung und den aktuellen Trends.

Während die Politik und die Krankenhaus-Verbände um die Reformdetails ringen, zeigt der Blick auf den Markt, wie sich die wirtschaftliche Situation der Kliniken verschlechtert. So haben im Jahr 2022 über die Hälfte (54 %) der deutschen Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten Verluste geschrieben – das sind elf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr (43 %). Die langwierigen Verhandlungen zum Pflegebudget und die unzureichende Finanzierung von Investitionen sorgen dafür, dass sich die Lage weiterhin verschärft. Denn die Krankenhäuser bleiben vorerst, bis die Reform voraussichtlich in 2027 greift, auf Fallpauschalen angewiesen und die Auslastung verharrt auf niedrigem Niveau.

Fest steht, dass die Zahl der Kliniken in Deutschland weiterhin sinken wird, Fusionen und Übernahmen werden in den nächsten Jahren immer öfter an der Tagesordnung sein. „Der Strukturwandel ist also ein Muss und wird sicherlich kein Sprint, sondern vielmehr ein Marathon werden“, sagt von Korff. Erst ab 2028 rechnen die Krankenhäuser mit Entlastungseffekten und Effizienzgewinnen. „Das ist eine lange Zeit, und abwarten ist nicht die beste Strategie“, so von Korff. „Denn die Häuser können bereits jetzt etwas tun und sich neu ausrichten, deutlich ambulanter und technologiegetriebener als bisher.“

Der Branchenüberblick „Krankenhäuser 2024 – Versorgung neu denken“ steht hier zum Download bereit.

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Anita Widera

Anita Widera

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Von Heilberuflern für Heilberufler – so lautet das Prinzip der apoBank seit 120 Jahren. Wir beraten die Angehörigen der Heilberufe in jeder Lebensphase, vom Studium über die Anstellung oder Selbständigkeit bis in den Ruhestand – auch über Finanzdienstleistungen hinaus. Als Finanzierungspartnerin im Gesundheitsmarkt begleiten wir zudem die Standesorganisationen, Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt.

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